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Beantwortet
Autor Klaus Granegger am 17. Februar 2010
9883 Leser · 38 Stimmen (-4 / +34) · 1 Kommentar

Sonstige

Finanzkrise: Wer sorgt für Sicherheit?

Sehr geehrte Damen und Herren!

Sehr gerne komme ich mit einigen gerafften Fragen (aus einer weiteren Vielzahl) Ihrer Zeitungsannonce nach:

• Sollten die Verträge nicht so gestaltet werden, dass der Konsument mit seinen eigenen Worten in den Vertrag schreiben kann, was er wirklich mit dieser Veranlagung vorhat? So könnte es dann nicht sein, dass lange Vorgespräche von dem Berater wohlwollend entgegengenommen werden, er verständnisvoll nickt und dann nach seinem Gutdünken den Vertrag mit den für ihn richtigen anzukreuzenden Punkten ausfüllt.
• Sollten nicht die Provisionen, Spesen, Depotgebühren und sonstiger Zusatzkosten bereits im Beratungsgespräch genau aufgelistet werden?
So könnte es nicht sein, dass man erst bei einer Transaktionsübersicht sieht, was im jährlichen Kontoauszug ebenfalls verborgen bleibt:
• Sollte nicht die Verantwortlichkeit der Finanzberater neu geregelt werden? Jeder Bürgermeister haftet für seine Bürger, jeder Arzt für seine Patienten, jeder Pilot für seine Passagiere.
• Sollte man nicht klare Regeln finden für die Erstellung eines Anlegerprofils? Heute ist es üblich, dass zuerst ein Produkt angepriesen und verkauft wird und dann erst wird das Anlegerprofil an dieses Produkt angepasst, wobei im Verkaufsgespräch die Ware als das „Nonplusultra“ angepriesen wird aber im Gesprächsprotokoll sicherheitshalber für den Berater eine Risikoklasse angekreuzt wird. Diese Papiere werden als notwendiges Übel besprochen aber in Wahrheit müsste man ähnlich wie bei den Zigarettenpackungen „WARNUNG: Genau durchlesen, denn dieses Schreiben kann Ihre Existenz zerstören“ darauf schreiben.
• Sollte der Finanzmarkt für den Kunden nicht auch so etwas Ähnliches wie ein Flugticket abgeben? Mit Abflugort und Destination? Der Berater haftet dafür, so wie eine Airline für einen Flugauftrag haftet.
• Kann es sein, dass durch eine verantwortungslose Beratung ein Kunde um sein Erspartes kommt und der Berater baut von den Provisionen in Ruhe sein Häuschen im Grünen und entzieht sich jeglicher Verantwortung?
• Könnte der Finanzmarkt nicht auch von der Airlineindustrie lernen? Die Luftfahrt hat aus jedem Unfall (accident) und den meisten Vorfällen (incident) gelernt und steckt Unsummen in Entwicklung von Technik und Schulung von Bord- und Technikpersonal. Eigene Unfallkommissionen untersuchen die Ursachen bis ins kleinste Detail.
• Der Vermögensberater bezieht eine erhebliche Provision, also sollte er nicht auch Verantwortung tragen
• Sollten die verschiedenen Arten von Risken nicht viel genauer beschrieben werden und Punkt für Punkt zu unterschreiben sein? (Vermögensberater, die von Provisionen leben sind geschult zu verkaufen und finden die tollsten Ausflüchte um von den wirklichen Risken abzulenken)
• Ist das Argument „Man hat ja unterschrieben“ dann gerechtfertigt, wenn der verbale Veranlagungswunsch des Kunden und das Fachchinesisch und die Worte des freundlichen Vermögensberaters auf dem Papier des Vertrages nicht korrelieren, der Kunde aber als Laie den geschulten Worten des Verkäufers vertraut?
• Die jetzigen Machenschaften mancher „Finanzoptimierer“ erinnern an folgendes Szenario: Der Pilot versucht eine Landung und wenn sie zu scheitern droht, steigt er mit dem Schleudersitz aus, landet sanft mit dem Fallschirm, während seine Passagiere ihrem Schicksal überlassen werden. Jedoch am nächsten Tag sitzt er schon wieder in einem Flugzeug mit Passagieren an Bord....

Danke für Ihre geschätzten Antworten!

Herzliche Grüße

Klaus Granegger

+30

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Antwort
von der direktzu-Redaktion am 11. März 2010
direktzu-Redaktion

Sehr geehrter Herr Granegger, sehr geehrte Nutzerinnen und Nutzer,

leider fällt der Beitrag nicht in die Aufgabenbereiche der OeNB, die Sie unter folgendem Link in Erfahrung bringen können:

http://direktzu.at/oenb/weitere_informationen.html

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