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Autor Markus Maier am 09. August 2011
8242 Leser · 32 Stimmen (-0 / +32) · 0 Kommentare

Geldpolitik, Zinsen, Inflation

Gefährdung der Stabilität des Euro u.a. durch Anleihenankäufe der EZB?

Sehr geehrtes Direktorium der Nationalbank,
sehr geehrter Herr Dr. Nowotny,

es ist klar, dass Sie zu Sitzungen der EZB als Mitglied nicht Stellung nehmen dürfen.
Trotzdem ist den Medien zu entnehmen, dass der Beschluss auf der letzten EZB-Ratssitzung für den erneuten Ankauft von Staatsanleihen nicht einstimmig gefasst wurde, sondern dass u.a. Herr Stark und der Präsident der Deutschen Bundesbank dagegen stimmten.
RHETORISCHE FRAGE: Ich würde Sie gerne fragen, wie Sie abgestimmt haben. Dies unterliegt jedoch der Geheimhaltung. Leider.

Als jahrzehntelanger (in der Vergangeheit und wohl auch in der Zukunft) österr. Steuerzahler erlaube ich mir die FRAGE, ob auch und im Besonderen die Interessen Österreichs (und da vor allem auch der Steuerzahler und nicht nur der Transferleistungsempfänger) von Ihnen im Auge behalten werden und Ihre Politik und auch Ihr Abstimmungsverhalten sich danach ausrichten?

Um nicht weiter ein Faß fast ohne Boden zu suventionieren, spricht viel dafür, dass die EZB daher die Anleihekäufe einstellt bzw. nicht mehr aufnimmt.

FRAGE: Können/werden Sie die Politk der offensichtlich nur mehr einzigen übriggebliebenen Institution, die in der guten Tradion der Hartwährungspolitik, die früher auch einmal von Österreich und seiner Notenbank verfolgt wurde, nämlich der deutschen Bundesbank in der EZB unterstützen?

Wir selber, Ihre und meine Kinder und Enkelkinder würden von einer derartigen konsequenterern Hartwährungspolitik profitieren. Ansonsten wird mit einer hohen Wahrscheinlichkeit Inflation und Geldentwertung im substanziellen Ausmaß und binnen eines absehbaren Zeithorizontes drohen.
FRAGE: Sehen Sie dies auch als realistisches Szenario?

Dass diese ungewünschte Folge der eigentlichen und einzigen Kernaufgabe der EZB widerspricht, nämlich das Wachen über die Preisstabilität, dürfte wohl unstrittig sein.

Mit freundlichen Grüssen

Markus Maier
Wien

+32

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