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Autor M. Lichtenpfau am 02. Dezember 2011
7843 Leser · 43 Stimmen (-1 / +42) · 0 Kommentare

Geldpolitik, Zinsen, Inflation

Nationalbank bremst Ostexpansion von Österreichs Banken

Sehr geehrte Damen und Herren.

Das starke Engagement in Süd- und Osteuropa ist und bleibt ein Sorgenkind der heimischen Banken. Die Verluste sind groß und wie es weitergehen wird ist ungewiss (Eurokrise usw.).

Die Nationalbank drosselt die Kreditvergaben der heimischen Großbanken in einigen Ländern Süd- und Osteuropas. Künftig dürfen sie maximal 110 Prozent der dort bei ihnen deponierten Spareinlagen in Form von Krediten vergeben. Insgesamt vergaben Österreichs Banken 266 Milliarden Euro an Krediten in der Region.

Wenn ich das verstanden habe, werden die strengeren Eigenkapitalanforderungen von Basel III schneller als geplant umgesetzt. Die Banken haben eigentlich bis 2019 Zeit, um auf ein Kernkapital von sieben Prozent (im Verhältnis zu den Risiken) zu kommen. Nun müssen in Osteuropa engagierte Institute - also Raiffeisen, Erste und Bank Austria - diese Auflage schon Anfang 2013 erfüllen.

Das versteh ist zum einen nicht, da die EU-Bankenaufsicht die systemrelevanten Banken in Europa zwingt schon, bis Mitte 2012 ein hartes Kernkapital von neun Prozent zu erreichen. Wer die EBA-Hürde nimmt, wird also auch die heimische Hürde nehmen.

Was soll das Ganze dann?

Und was sind schon 7 oder 9 Prozent Kernkapital?
Wenn ich versuche einen Kredit für ein Haus zu bekommen, verlangt man durchschnittlich 30-50 Prozent Eigenkapital?

Ich hätte nicht mal bei 50% Eigenkapital Vertrauen in die Banken.

+41

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